Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal

Die aktuellen Informationen stehen oben. Für weitere Informationen bewegen Sie sich auf dieser Seite nach unten. Fotos zum Vergrößern einmal anklicken.

 

Antijudaismus - Antisemitismus - Anti-Israelismus

Vortrag am 10. März 2020 19 Uhr in der Volkshochschule

Schon im Sommer 1933 verbot die nationalsozialistische Stadtverwaltung den Juden das Baden im neuen Strandbad. Damit begann die Ausgrenzung und Vertreibung von über 200 Menschen.

 

"Antijudaismus, Antisemitismus und Anti-Israelismus" heißt ein Vortrag mit dem Referenten Herbert Baum am Dienstag, 10. März 2020, 19 Uhr, im VHS-Bildungszentrum Schlossergasse 10. Eintritt frei.

 

Im Jahre 321 erließ der römische Kaiser Konstantin ein Dekret, das Juden gestattete, in der Kölner Stadtverwaltung zu arbeiten. Dieses Dekret ist der älteste Beleg für jüdisches Leben nördlich der Alpen. Am 1. Januar 2021 soll republikweit ein Gedenkjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ beginnen.

 

In diesen 1700 Jahren wurden Juden immer wieder verfolgt und ermordet. Die Ursachen werden heute mit den Themen Antijudaismus, Antisemitismus und, seit der Staat Israel existiert, Anti-Israelismus zusammengefasst. Im Vortrag werden ausgewählte Epochen der Verfolgung, Vertreibung und Ermordung beschrieben. Ein wichtiger Aspekt ist die aktuelle Diskussion über Antisemitismus heute.

 

Der Vortrag findet im Rahmen der „Woche der Brüderlichkeit“ statt, die von den Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit jedes Jahr im März organisiert wird.

 

Schmierereien "Scheiß Juden" auf dem Skater-Platz im Frankenthaler Wohngebiet

Pilgerpfad

 

Bundesweite Beleuchtung aller Gedenkstätten

Nationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar 2020

Foto-Dokumentation von 17 bis 19 Uhr am Gedenkstein für die ehemalige Synagoge in der Glockengasse 

https://twitter.com/FurGedenken

Foto-Dokumentation über die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2020 am Gedenkstein in der Glockengasse.

Im Jahr 2020 jährt sich zum 75. Mal das Ende des Zweiten Weltkriegs und damit der

nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland und vielen europäischen Ländern.

 

Das Kriegsende bedeutete das Ende von Verfolgung, Mord, Ausbeutung und Unterdrückung von Millionen Menschen. Gleichzeitig war es für viele noch nicht das Ende ihres Leidensweges, als sie feststellen mussten, dass ihre Angehörigen umgebracht worden waren oder sie kein Zuhause mehr hatten.

 

Der Förderverein zeigte zum Nationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2020 von 17 bis 19 Uhr am Gedenkstein in der Glockengasse eine Foto-Dokumentation. Die Fotos wurden auf die Wand des benachbarten Hauses projiziert. Hier stand bis 1952 die Synagoge.

 

Im Mittelpunkt der Foto-Dokumentation steht die Geschichte der Juden in Frankenthal. Zahlreiche Fotos erinnern aber auch an die politischen Opfer, die Opfer der Euthanasie und an die toten Zwangsarbeiter.

 

Vermutlich über 400 Menschen aus und in Frankenthal sind den NS-Verbrechen zum Opfer gefallen. Von ausgewählten Opfern werden die Namen und einige Lebensdaten vorgelesen.

 

Gleichzeitig wurden in viele Gedenkstätten in Deutschland ähnliche Aktionen durchgeführt. Wo Häuser an die Gräueltaten der Nazis erinnern, wurden diese überall angestrahlt. Fotos von diesen Aktionen kann man im Internet sehen:

 

www.lichter-gegen-dunkelheit.de

 

Die bundesweite Aktion wird koordiniert vom Haus der Wannsee-Konferenz Berlin.

 

An der Kreuzung Glockengasse und Synagogengasse (rechts), wo heute ein Wohn- und Bürogebäude steht, befand sich bis 1952 die Synagoge.

 

Auf der weißen Giebelwand zwischen den Bäumen (links) zeigte der Förderverein am 27. Januar 2020 eine Fotodokumentation über "Jüdisches Leben in Frankenthal" und über die Opfer des Nationalsozialismus. 

 

"Dann steh auf und misch dich ein:

Sage Nein !"

Konstantin Wecker 2008

Kommentar bei youtube:

 

"Danke, Konstantin. Bist zwar eher der Schwarm meiner Eltern, aber manches ist schlicht zeitlos!"

 

https://www.youtube.com/watch?v=aZtmfCJRErY

 

Zusammenarbeit mit Schulen 

Filmveranstaltung zum 27. Januar 2020 

DIE UNSICHTBAREN - WIR WOLLEN LEBEN

Zum Nationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus zeigte der Förderverein auch in diesem Jahr für alle weiterführenden Schulen am 27. Januar 2020 im Lux-Kino den Film DIE UNSICHTBAREN.

 

220 Schülerinnen und Schüler vom Albert-Einstein-Gymnasium, der Andreas Albert-Schule (Berufs- bildende Schulen) und dem Karolinen-Gymnasium waren sichtlich berührt.

 

Am 18. Februar 1943 schrieb Joseph Goebbels, Hitlers Propaganda-minister, in sein Tagebuch: „Ich habe mir zum Ziel gesetzt bis Mitte, spätestens Ende März, Berlin gänzlich judenfrei zu machen.“ Dies ist Goebbels bis zu seiner Selbsttötung am 1. Mai 1945, eine Woche vor der Kapitulation der Wehrmacht, nicht gelungen.

 

Zwischen 1941 und 1945 haben mehr als 7.000 Jüdinnen und Juden versucht, in der deutschen Hauptstadt im Versteck zu überleben. Nur etwa 1.500 Menschen haben es geschafft, die meisten mit der mutigen Hilfe von Nicht-Juden.

 

DIE UNSICHTBAREN ist ein außergewöhnliches Drama, dessen Drehbuch zum Teil auf Interviews mit Zeitzeugen basiert. Die chronologische Erzählung bleibt spannend bis zur letzten Minute.

 

Auch interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten den Film besuchen.

 

In seiner Einführung zum Film informierte Herbert Baum auch über die Familie Walter, Ruth und Reha Abraham. Walter war der Sohn des Frankenthaler Möbelhändlers Julius Abraham. Sie überlebten in Berlin im Untergrund.

 

 

An die Opfer des Nationalsozialismus erinnern 

Vortrag mit Fotos am Mittwoch 5. Februar 2020  

Kriegsgefangenenlager zwischen Schießgartenweg und Straße Am Kanal.

 

Vortrag mit Fotos

Mittwoch 5. Februar 2020

19 Uhr

Eintritt frei

VHS-Bildungszentrum Schlossergasse 10

 

Referenten:

 

Werner Schäfer (Politisch Verfolgte, Familie Meisel)

Herbert Baum (Euthanasie, Heil- und Pflegeanstalt Frankenthal)

Rüdiger Stein (Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter/innen)

 

Im Jahr 2020 jährt sich zum 75. Mal das Ende des Zweiten Weltkriegs und damit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland und vielen europäischen Ländern.

 

Am 27. Januar, dem Nationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, sollen deshalb möglichst viele Gedenkstätten und Erinnerungsorte zu einem gemeinsamen Zeitpunkt Aktionen zum Thema anbieten.

 

Der Förderverein für jüdisches Gedenken wird ab 17 Uhr auf dem Gedenkplatz in der Glockengasse, wo früher die Synagoge stand, mit Großfotos an der Hausfassade an die Zeit von 1933 bis 1945 erinnern.