Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal

Mitteilungen an die Medien

Die aktuellen Informationen stehen oben. Für weitere Informationen bewegen Sie sich auf dieser Seite nach unten. Fotos zum Vergrößern einmal anklicken.

 

Israel hat zum vierten Mal seit 2019 gewählt

Videos und informationen der Bundeszentrale für politische Bildung bei youtube

Am 23. März 2021 hat Israel zum vierten Mal seit 2019 gewählt.

 

 

Am 23. März 2021 hat Israel seit dem Frühjahr 2019 zum vierten Mal sein künftiges Parlament gewählt.

 

Während sich das Land inmitten der Corona-Pandemie international als Impfweltmeister hervortut, ist die israelische Gesellschaft tiefer gespalten als je zuvor. Damit einher geht eine massive wirtschaftliche und soziale Krise. Neue politische Bündnisse wirbeln das Parteiensystem durcheinander, was den Wahlausgang kaum vorhersehbar macht.

 

Um welche Themen es außerdem geht, welche Rolle die arabische Bevölkerung spielt und welche Auswirkungen ein fast ausschließlich digitaler Wahlkampf in Corona Zeiten hat, erklärt Medienwissenschaftlerin und Journalistin Gisela Dachs am 23. März live um 11 Uhr in der Politikstunde: 

 

https://www.youtube.com/watch?v=3VG-qOn8LO4

 

Später am Nachmittag, um 15 Uhr, informiert Reiseleiter Uriel Kashi im Rahmen einer Politikstunde Spezial über eine virtuelle Klassenfahrt und besucht Jerusalem am Tag der Wahl: 

 

https://www.youtube.com/watch?v=qiZpXOV2Iw4

 

Beide Streams auch bei

 

www.bpb.de/politikstunde

www.youtube.com/bpbtv 

www.facebook.de/bpb.de 

 

sowie Twitter.

 

Die Streaming Inhalte können auf der Website der bpb 

 

www.bpb.de/politikstunde 

 

sowie auf den Social Media Kanälen (Facebook, Youtube und Twitter) der bpb live abgerufen werden, im Nachgang sind sie auf der Website und dem Youtube Kanal unbegrenzt verfügbar.

 

Weitere Veranstaltungen unter www.bpb.de/israel-waehlt

 

„Rebellinnen“    

Die Autorin Simone Frieling stellte ihr Buch vor 

Die Autorin Simone Frieling stellte zum Internationalen Frauentag am 8. März 2021 in der Stadtbücherei Frankenthal

ihr Buch „Rebellinnen“ vor.

 

Die Lesung wird im Internet (youtube) gesendet. 

 

https://youtu.be/CHsG82Jt554

 

In drei miteinander verbundenen biographischen Essays beleuchtet die Mainzer Autorin Simone Frieling mit kritischem Blick die außergewöhnlichen Lebenswege und Leistungen von drei „Rebellinnen“ des 20. Jahrhunderts: Rosa Luxemburg, die politische Revolutionärin, die aus Polen gekommen war, um in der deutschen SPD Karriere zu machen; Hanna Arendt, die scharfsinnige Theoretikerin, die gegenüber ihren Lehrern Martin Heidegger und Karl Jaspers ihre Eigenständigkeit behauptete; und Simone Weil, die religiöse Sozialisten, die viele gesellschaftliche Normen außer Kraft setzte, um an dem Leben der Menschen teilzuhaben, die am Rande der Gesellschaft standen.

 

Eine Kooperation der Stadtbücherei, der Gleichstellungsstelle der Stadt Frankenthal, dem Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal und dem Gewerkschaftsbund Deutschland (DGB) Kreisverband Frankenthal.

 

 

In ihrem Buch beleuchtet Simone Frieling (rechts) das Leben von Hannah Arendt, Rosa Luxemburg und Simone Weil, drei herausragenden Denkerinnen und Kämpferinnen für die Freiheit, die, so unterschiedlich sie auch waren, doch zahlreiche Gemeinsamkeiten hatten: Alle drei waren sensibel, selbstbewusst und begabt. Sie stammten aus assimilierten jüdischen Familien und wuchsen mehrsprachig auf. Modern und aufgeklärt stellten sie sich den großen sozialen, politischen und religiösen Fragen ihrer Zeit und handelten kompromisslos nach ihrer Überzeugung.

 

Die Malerin und Autorin Simone Frieling lebt in Mainz. Sie veröffentlichte zahlreiche Erzählungen, Romane, Essays und Anthologien. 1998 wurde sie mit dem Förderpreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet und erhielt den Martha-Saalfeld-Literaturpreis. Ihr Buch hat sie mit eigenen Grafiken der drei biographierten Frauen illustriert.

 

Das Gespräch moderierte die Leiterin der Gleichstellungsstelle der Stadt Frankenthal, Birgit Löwer (links).

 

Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus 

Lichter gegen Dunkelheit am 27. Januar 2021

Das Foto „Die ehemalige Synagoge in der Glockengasse“ erinnert am 27. Januar 2021 an die Opfer des Nationalsozialismus.

 

Auch in diesem Jahr beteiligt sich der Förderverein für jüdisches Gedenken am Nationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar. Da wegen der Corona-Epidemie keine öffentlichen Veranstaltungen stattfinden können, zeigt der Förderverein im Rahmen der bundesweiten Aktion „Lichter gegen Dunkelheit“ digital ein Foto der ehemaligen Frankenthaler Synagoge in der Glockengasse.

 

„Auf der Internetseite  www.lichter-gegen-dunkelheit.de setzen zahlreiche NS-Gedenk- und Dokumentationsstätten sowie Gedenkinitiativen historische Orte des Gedenkens in ein besonderes Licht“, informiert Herbert Baum vom Förderverein. „Wo früher die Synagoge stand, bietet heute die Giebelwand eines großen Wohn- und Bürogebäudes eine optimale Fläche, um Fotos aus der jüdischen Geschichte öffentlich zu präsentieren.“

 

Bei Gedenktagen wurden mit Filmen, Fotos und Texten bereits mehrmals Ausschnitte aus dem jüdischen Leben in Frankenthal vorgestellt.

 

Die Fotos erscheinen am 27. Januar auch bei Twitter unter der Adresse https://twitter.com/FurGedenken.

 

Der Nationale Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erinnert jedes Jahr an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 durch die russische Armee.

 

Der Gedenkstein in der Glockengasse erinnert an den früheren Standort der Synagoge.

 

Im April beteiligt sich der Förderverein mit vier Veranstaltungen an der bundesweiten Aktion „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Am 11. Dezember 321 erließ der römische Kaiser Konstantin ein Edikt, dass jüdische Menschen städtische Ämter in der Kurie, der Stadtverwaltung Kölns, wahrnehmen dürfen und sollen. Dieses Edikt belegt, dass jüdische Gemeinden bereits um 300 wichtiger Bestandteil der deutschen und europäischen Kultur waren. Jüdische Gemeinden, andere Religionsgemeinschaften, gemeinnützige Organisationen, Vereine und Initiativen erinnern bundesweit mit Vorträgen, Führungen, Ausstellungen, Konzerten und anderen Veranstaltungen an das vielfältige Leben und Leiden der jüdischen Menschen in den vergangenen 1700 Jahren.

 

27. Januar 2021: Erinnern für die Zukunft 

PIH und AEG erinnern an die Opfer der NS-Zeit

In diesem Jahr musste die gemeinsame Gedenkfeier der Augustin-Violet-Schule und des Albert-Einstein-Gymnasiums wegen der Corona-Epidemie ausfallen.
 
Jedes Jahr bereiten die Klassen der BF1 der Augustin-Violet-Schule (PIH) die Gedenkfeier zum 27. Januar vor und führen sie gemeinsam mit dem Albert-Einstein-Gymnasium (AEG) durch. Wegen der Corona-Epidemie und der Schließung aller Schulen musste die Veranstaltung in diesem Jahr ausfallen.
 
Christiane Kämmerer-Maurus, Pfarrerin im Schuldienst, und ihre Kollegin Monika Adam haben deshalb ein Informationsblatt an alle Schüler/innen und Kollegen/innen am PIH versendet stellvertretend für die Schulgemeinschaft am Montag am Gedenkstein für die Opfer des Nationalsozialismus im Schulhof des PIH Blumen niederlegt und Kerzen angezündet.
 
Das Informationsblatt informiert über die Ereignisse in der Frankenthaler Heil- und Pflegeanstalt in der Zeit des Nationalsozialismus. Im Hauptgebäude des PIH war früher das Krankenhaus der Heil- und Pflegeanstalt untergebracht.
 
Download
Erinnern für die Zukunft - Die Heil- und Pflegeanstalt in Frankenthal in der NS-Zeit
Erinnern für die Zukunft - 2021.pdf
PDF-Dokument [409.3 KB]

 

 

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland 

Seit 250 Jahren Juden in Frankenthal 

www.1700jahre.de

 

Am 11. Dezember 321 erlässt der römische Kaiser Konstantin ein Edikt, dass jüdische Menschen städtische Ämter in der Kurie, der Stadtver- waltung Kölns, wahrnehmen dürfen und sollen.

 

Dieses Edikt belegt, dass jüdische Gemeinden bereits um 300 wichtiger Bestandteil der deutschen und europäischen Kultur sind.

 

Jüdische Gemeinden, andere Religionsgemeinschaften, gemeinnützige Organisationen, Vereine und Initiativen erinnern bundesweit mit Vorträgen, Führungen, Ausstellungen, Konzerten und anderen Veranstaltungen an das vielfältige Leben und Leiden der jüdischen Menschen in den vergangenen 1700 Jahren.

 

Internet:

 

www.1700jahre.de

 

Der Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal organisiert einen Vortrag mit zahlreichen Fotos  zur 250jährigen Geschichte der Juden

in Frankenthal sowie drei Führungen in Kooperation mit der Volkshochschule Frankenthal.

 

 

Seit 250 Jahren Juden in Frankenthal

Vortrag am Dienstag 13. April 2021

Die Synagoge auf einer Postkarte um 1900

 

Vortrag mit Fotos

Referent: Herbert Baum

 

Dienstag 13. April 2021

19 Uhr

 

Eintritt frei

 

VHS-Bildungszentrum

Schlossergasse 10

67227 Frankenthal

 

Eine Kooperation der Volkshochschule Frankenthal und des Fördervereins für jüdisches Gedenken Frankenthal

 

 

In Frankenthal lebten Mitte des 18. Jahrhunderts die ersten Juden. Die jüdische Gemeinde wird 1785 offiziell in einem Brief an die Stadtverwaltung erwähnt. 1791 war die erste Frankenthaler Synagoge fertiggestellt. 1826 wurde der jüdische Friedhof eröffnet. Aus diesem Jahr erinnert der älteste Grabstein noch heute an Sarah Heymann.

 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten in Frankenthal 371 Juden unter 16.899 Einwohnern. Dies waren rund zwei Prozent. Viele von ihnen waren angesehene Bürger: Rechtsanwälte, Ärzte, Richter, Lehrer, Bankiers, Geschäftsinhaber, die in das wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Leben der Stadt integriert waren, es in vielen Bereichen maßgeblich prägten und sich in zahlreichen Vereinen und Organisationen engagierten. Aufgrund der Benachteiligung und Ausgrenzung im Nationalsozialismus zogen viele in größere Städte um oder flüchteten in andere Länder. Am 22. Oktober 1940 wurden die letzten 39 noch in Frankenthal lebenden jüdischen Männer, Frauen und Kinder in das Internierungslager Gurs in Frankreich deportiert.

 

Seit Anfang der 1990er Jahre leben hier wieder Menschen jüdischen Glaubens. Sie gehören zur Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz mit Sitz in Speyer.

 

Juden in Frankenthal - Führung durch die Innenstadt 

Sonntag 18. April 2021    17 Uhr 

Die Innenstadt vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg

 

 

Führung durch die Innenstadt

Referent: Herbert Baum

 

Sonntag 18.04.2021

17 Uhr

 

Treffpunkt Gedenkplatz für die Synagoge in der Glockengasse (Spielplatz)

Kostenfrei

 

Eine Kooperation der Volkshochschule Frankenthal und des Fördervereins für jüdisches Gedenken Frankenthal

 

Die Führung beginnt am Gedenkstein für die 1953 abgerissene Synagoge. Zahlreichen Fotos dokumentieren die Geschichte der jüdischen Gemeinde. Nur wenige Häuser sind erhalten geblieben. Ein Schild in der Schlossergasse erinnert an den Eckbach. Hier befand sich die Mikwe, das jüdische Ritualbad.

 

An der Ecke Bahnhofstraße und Marktplatz stand das größte Kaufhaus der Stadt, Schweitzer und Wertheimer. Der Förderverein arbeitet mit einem Nachfahren der Familie Schweitzer deren komplexe Geschichte auf.

 

Zahlreiche „Stolpersteine“ erinnern vor den letzten Wohnorten an das Schicksal der jüdischen Menschen.

 

Sie wurden ab 1933 ausgegrenzt. Viele verließen ihre Heimat. Am 22. Oktober 1940 wurden die noch in Frankenthal wohnenden 39 jüdischen Männer, Frauen und Kinder in das Internierungslager Gurs in Frankreich deportiert, darunter auch der beliebte Lehrer Nathan Nathan. Er starb wenige Tage nach der Ankunft im Lager.

 

Die Führung endet in der Wormser Straße vor dem ehemaligen Möbelhaus Abraham. Das Schicksal dieser Familie ist ausführlich dokumentiert. Die mörderische Politik der Nationalsozialisten lässt sich ebenso darstellen wie der Widerstand der Betroffenen. Es war meistens Zufall, wenn sie überlebten.

 

87 Stolpersteine erinnern an jüdische Bürger

Führung am Sonntag 25. April 2021     11 Uhr

Über 70 000 Stolpersteine erinnern in rund 1300 deutschen Städten und Gemeinden an die Opfer des Nationalsozialismus, davon zirka 90 Prozent an jüdische Kinder, Frauen und Männer.

 

 

Führung zu den Stolpersteinen

Referent: Rüdiger Stein

 

Sonntag 25.04.2021

11 Uhr

 

Treffpunkt vor der Zwölf-Apostel-Kirche, Carl-Theodor-Straße

Kostenfrei

 

Eine Kooperation der Volkshochschule Frankenthal und des Fördervereins für jüdisches Gedenken Frankenthal

 

Über 70 000 Stolpersteine erinnern in rund 1300 deutschen Städten und Gemeinden an die Opfer des Nationalsozialismus, davon zirka 90 Prozent an jüdische Kinder, Frauen und Männer. In Frankenthal liegen 87 Stolpersteine.

 

Der Kölner Künstler Gunter Demnig (www.stolpersteine.com) hat im Jahr 2000 die Aktion Stolpersteine gestartet. Vor Häusern, in denen Opfer der NS-Verfolgung gelebt haben, setzt er kleine Betonquader in den Gehweg. Der Begriff Stolperstein ist im übertragenen Sinne gemeint: Menschen sollen auf etwas „gestoßen“, aufmerksam gemacht werden. Ein kurzer Text, der meistens mit den Worten „Hier wohnte ...“ beginnt, ist in eine ebenerdig aufgebrachte, zehn mal zehn Zentimeter kleine Messingplatte eingeschlagen.

 

„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, sagt Gunter Demnig: „Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten."

 

In Frankenthal wurden seit 2005 zur Erinnerung an jüdische Frauen, Männer und Kinder 87 Stolpersteine verlegt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Schulen, Kirchen, Parteien, Gewerkschaften und Justizbehörden haben dafür Geld gespendet. Mehrere Nachfahren nahmen an der Verlegung teil.

 

Führung über die beiden jüdischen Friedhöfe

Sonntag 25. April 2021    15 Uhr

Der älteste Grabstein auf dem jüdischen Friedhof von 1826 erinnert an Sarah Heymann

Führung über die beiden jüdischen Friedhöfe

Referent: Werner Schäfer

 

Sonntag 25.04.2021

15 Uhr

 

Treffpunkt Trauerhalle Hauptfriedhof in der Wormser Straße

Kostenfrei

 

Bei Dauerregen findet ein Fotovortrag in der Trauerhalle statt

 

Eine Kooperation der Volkshochschule Frankenthal und des Fördervereins für jüdisches Gedenken Frankenthal

 

1806 erwarb die Stadt Frankenthal ein Gelände, das 1821 zum städtischen Friedhof wurde. An seiner Ostseite kaufte die Jüdische Gemeinde 1820 ein Feld für ihren eigenen Friedhof. Der älteste Grabstein von 1826 erinnert an Sarah Heymann.

 

Ab 1940 wurden auf einem Teil dieses Friedhofs Zwangsarbeiter beerdigt.

 

1915 wurde ein weiterer Jüdischer Friedhof eröffnet. Hier werden seit 1997 gestorbene Juden aus der ehemaligen Sowjetunion beerdigt.

 

 

Ideologie des Hasses 

Prozess zum Attentat auf die Synagoge in Halle

Einschusslöcher in der Eingangstür zum Gelände

 

Von Peter Müller

 

Mit Höchststrafen vor Gericht ist es im Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus nicht getan.

 

Die Höchststrafe für den Angriff auf die Synagoge in Halle war abzusehen. Während des Prozesses machte der Angeklagte keinen Hehl aus seiner Menschenfeindlichkeit. Das Gericht indes war bemüht, dem Täter und seiner Ideologie des Hasses im Prozess keine Bühne zu bieten. Stattdessen kamen die Überlebenden und die Angehörigen der Opfer ausgiebig zu Wort. Gut so!

 

Der zweifache Mörder wollte Dutzenden jüdischen Mitbürgern den Tod bringen, eine unerträgliche Vorstellung. Seine Radikalisierung vollzog sich in den dunklen Ecken des Internets. Er schöpfte aus dem riesigen Reservoir an Verschwörungserzählungen und Wahnideen weißer Überlegenheit, bezog sich auf „Vorbilder“ wie den Christchurch-Attentäter. Stephan B. handelte insofern zwar allein, aber keineswegs als isolierter Einzelner. Für die Sicherheitsbehörden ist das eine enorme Herausforderung. Es gibt ein Netz von Gleichgesinnten. Die einschlägigen Plattformen sind für Ermittler teils unbekanntes Terrain, zudem können sie keine klar zu identifizierenden Gruppen beobachten.

 

Demnächst wird auch das Urteil gegen den Mörder des Politikers Walter Lübcke erwartet. Ein weiterer Fall, der aufzeigt, wie weitverbreitetes rechtsextremes Gedankengut zu Gewalttaten führen kann. Die strafrechtliche Aufarbeitung ist dabei die eine Seite. Der Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit aber ist eine Daueraufgabe – für uns alle.

 

Quelle: Die Rheinpfalz 22. Dezember 2020  Seite 2