Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal

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„Jugend ohne Gott“ am Dienstag 28. Mai  11 Uhr 

Gastspiel des Chawwerusch-Theaters  un TAW

Dienstag 28. Mai   11 Uhr

 

„Jugend ohne Gott“

nach Ödon von Hórvath

Gastspiel des Chawwerusch-Theaters

 

Frankenthal

Wormser Straße 109

Theater Alte Werkstatt

 

Eintritt frei.

 

Um Anmeldung beim Theater Alte Werkstatt wird gebeten

unter Telefon 06233  354826.

 

Ein 34-jähriger Lehrer unterrichtet im „Dritten Reich“ Geschichte und Geographie. Aus seiner Sicht ist die junge Generation verroht und scheint kein Gewissen mehr zu haben. Doch er fragt sich: „Was vermag der Einzelne gegen alle?“ und bleibt stumm. Zusammen mit seiner Schulklasse fährt er in ein vormilitärisches Zeltlager. Dort wird ein Schüler erschlagen im Wald gefunden. Schnell wird ein mutmaßlicher Mörder gefasst. Der Lehrer aber weiß mehr und beginnt nach dem wahren Täter zu forschen…

 

Dieser literarische Stoff aus dem Jahr 1937 wird in Form einer Hörspiel-Performance gezeigt und ist besonders für ein jüngeres Publikum geeignet.

 

Mitgliederversammlung mit Wahlen am 13. Mai 2019

Bisheriger Vorstand wurde bestätigt

Bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins am 13. Mai 2019 wurde der bisherige Vorstand wiedergewählt.

 

1. Vorsitzende ist Herbert Baum, 2. Vorsitzender Rüdiger Stein, Werner Schäfer ist wieder Kassierer, Sieglinde Ganz-Walther und Jeanne Petermann wurden in den Beirat gewählt. Als Revisor/in wurden Jutta Popitz und Rudolf Walter bestätigt.

 

Einladung zur Mitgliederversammlung mit Wahlen 

Montag 13. Mai 2019 19 Uhr Dathenushaus

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wir laden Sie ein zu unserer Mitgliederversammlung mit Wahlen am

 

Montag, 13. Mai 2019

19 Uhr

Dathenushaus

Kanalstraße

67227 Frankenthal

 

Tagesordnung:

 

1.         Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre (Rechenschaftsbericht)

2.         Kassenbericht

3.         Bericht des/der Revisor/in

4.         Diskussion

5.         Entlastung des Vorstandes

6.         Wahl eines/einer Versammlungsleiters/in

 

7.         Wahlen

7.1.      1. Vorsitzende/r

7.2.      2. Vorsitzende/r

7.3.      Kassierer/in

7.4.      Schriftführer/in

7.5.      Mitglieder des Beirates

7.6.      Wahl der zwei Revisoren/innen

 

8.         Planungen für 2019/2020

8.1.      Europäischer Tag der jüdischen Kultur  1. September 2019

8.2.      VHS-Vortrag

8.3.      Gedenkveranstaltung „Reichskristallnacht“ am 9. November 2019

8.4.      Weitere Veranstaltungen

 

9.         Verschiedenes

10.       Antisemitismus in Deutschland – Diskussion

 

Vorstand und Beirat bestehen zurzeit aus den Mitgliedern: 1. und 2. Vorsitzender Herbert Baum und Rüdiger Stein, Werner Schäfer Kassierer, Sieglinde Ganz-Walther, Lothar Limburg und Jeanne Petermann. Revisor/in sind zurzeit Jutta Popitz und Rudolf Walter.

 

Natürlich können für alle Funktionen neue und weitere Vorschläge gemacht werden. Es sind auch geheime Abstimmungen möglich.

 

Mit freundlichen Grüßen                                                                 

Herbert Baum

 

250 Jahre Juden in Frankenthal 

Drei Führungen am Sonntag 5. Mai 2019

Der Kölner Künstler Gunter Demnig verlegte bisher 87 Stolpersteine in Frankenthal.

Frankenthal erinnert in diesem Jahr an die Gründung des Erkenbert-Klosters vor 900 Jahren. Das Kloster und die damit verbundenen Aktivitäten haben die Entwicklung der Stadt in verschiedenen Phasen maßgeblich beeinflusst.

 

Hätte man in Frankenthal den Juden die Ansiedlung früher erlaubt und hätte man sie nicht ab 1933 ausgegrenzt, zur Flucht gezwungen oder ermordet, dann könnte man in diesem Jahr auch an rund 250 Jahre jüdisches Leben erinnern. Um 1770 durften sich die ersten Juden in Frankenthal ansiedeln. Heute leben wieder rund 50 Juden in Frankenthal.

 

Mit drei Führungen erinnert der Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal an die Geschichte der Juden in Frankenthal.

 

Führung zum Thema Stolpersteine in Frankenthal

Referent: Rüdiger Stein

Sonntag, 5. Mai 2019

11 Uhr

Treffpunkt vor der Zwölf-Apostel-Kirche

Carl-Theodor-Straße

 

Führung über die beiden jüdischen Friedhöfe

Referent: Werner Schäfer

Sonntag, 5. Mai 2019

15 Uhr

Treffpunkt ist vor der Trauerhalle des Städtischen Friedhofs

Eingang Wormser Straße

Bei Dauerregen gibt es einen Bild-Vortrag in der Trauerhalle

 

Führung Juden in Frankenthal

Referent: Herbert Baum

Sonntag, 5. Mai 2019

17 Uhr

Treffpunkt Gedenkplatz (Spielplatz) Glockengasse

 

Alle Führungen sind kostenfrei

 

Schicksale jüdischer Anwälte in Deutschland nach 1933

Landgericht zeigt die Ausstellung „Anwalt ohne Recht“  vom 11. April bis 24. Mai 2019

Schülerinnen und Schüler des Frankenthaler Karolinen-Gymnasiums stellten die Schicksale Frankenthaler Juristen vor.

 

Vom 11. April bis 24. Mai 2019 zeigt das Landgericht Frankenthal in Zusammenarbeit mit den örtlichen Anwaltsvereinen die Ausstellung „Anwalt ohne Recht“ – Dokumentation einer Ausgrenzung - über die Schicksale jüdischer Anwälte in Deutschland nach 1933.

 

Die Ausstellung wurde von der Bundesrechtsanwaltskammer als Wanderausstellung konzipiert. Mit ihr soll an die Schicksale der von NS-Verfolgung betroffenen Anwälte und Anwältinnen und die diskriminierenden Maßnahmen erinnert werden, unter denen sie zu leiden hatten.

 

Frankenthal ist die 69. Station dieser weltweit gezeigten Ausstellung und die erste Station in der Pfalz.

 

Landgerichtspräsident Harald Jenet nannte sowohl die unabhängige Richterschaft als auch die Anwälte als Organe der Rechtspflege eine wichtige Errungenschaft des Grundgesetzes: „Das war nicht immer so.“

 

Im Gerichtsgebäude sei im NS-System auch Unrecht gesprochen worden. Man habe Menschen ausgegrenzt und wegen ihrer Religion vertrieben. 

 

Schülerinnen und Schüler des Frankenthaler Karolinen-Gymnasiums stellten die Schicksale jüdischer Juristen aus Frankenthal vor.

 

Die Ausstellung „Anwalt ohne Recht“ ist bis 24. Mai im Erdgeschoss des Landgerichts Frankenthal, Bahnhofstraße 33, montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr zu sehen.

 

Landgerichtspräsident Harald Jenet dankte Anneli Langhans-Glatt, Geschichtslehrerin am Karolinen-Gymnasium, für die Zusammenarbeit bei der Ausstellung.

9 Stolpersteine für jüdische Juristen

Gunter Demnig zum 6. Mal in Frankenthal

Der Kölner Künstler Gunter Demnig verlegte weitere neun Stolpersteine zur Erinnerung an die verfolgten jüdischen Juristen aus Frankenthal.

 

Am Freitag, 12. April 2019, verlegte der Kölner Künstler Gunter Demnig weitere neun Stolpersteine zur Erinnerung an die verfolgten jüdischen Juristen aus Frankenthal.

 

Schülerinnen und Schüler des Frankenthaler Karolinen-Gymnasiums stellten die Schicksale der Menschen vor.

 

Der Kölner Künstler Gunter Demnig verlegte weitere neun Stolpersteine zur Erinnerung an die verfolgten jüdischen Juristen aus Frankenthal.

Stolpersteine wurden verlegt für:

 

Ferdinand Georg Altschüler (1883-1954), Richter und Landgerichtsrat in Frankenthal, nach der Befreiung aus dem Konzentrationslager Theresienstadt ab 1945 Präsident des Landgerichts.

 

Friedrich Jakob Becker (1866-1943), Präsident des Landgerichts Frankenthal, für kurze Zeit Mitglied des Bayerischen Landtags und ab 1926 Präsident des Oberlandesgerichts Zweibrücken.

 

Isidor Dreyfuß (1869-1936), ab 1912 Bezirks- und Landgerichtsarzt in Frankenthal, leitete auch die Tuberkulose-Fürsorgestelle.

 

Alfons Kalter (1879-1934), Rechtsanwalt in Frankenthal, beging nach beruflichen Schikanen in Mannheim Suizid.

 

Moritz Mayer (1864-1942), als Rechtsanwalt in Frankenthal zugelassen, vier Jahre Stadtratsmitglied, starb im Konzentrationslager Theresienstadt.

 

Ludwig Nachmann (1899-1976), Rechtsanwalt und Präsident des Fußballvereins Frankenthal, emigrierte 1937 in die USA und wurde Manager eines Nachtclubs.

 

Ludwig Ritterspacher (1883-1964), Richter am Landgericht, nach dem Krieg Präsident des Landgerichts Zweibrücken und des Oberlandesgerichts in Neustadt, Gründungsmitglied der pfälzischen CDU.

 

Karl Schulz (1875-1965), Rechtsanwalt mit Spezialgebiet Weinrecht, emigrierte 1934 nach Amsterdam, später über Kuba nach New York.

 

Gustav Schulz (1881-1958), jüngerer Bruder von Karl, als Rechtsanwalt in Frankenthal zugelassen, ging 1936 in die Niederlande und kurz danach in die USA.

 

Ber der Verlegung waren auch Nachkommen von Ferdinand Georg Altschüler und Friedrich Jakob Becker anwesend.

 

Gunter Demnig verlegte bisher 87 Stolpersteine für jüdische Frauen, Männer  und Kinder in Frankenthal.

 

Schülerinnen und Schüler des Frankenthaler Karolinen-Gymnasiums

  

Kooperation mit der Volkshochschule Frankenthal 

Vorträge im Rahmen der „Woche der Brüderlichkeit“

 

 

In einer Kooperation mit der Volkshochschule Frankenthal bietet der Förderverein für jüdisches Gedenken in den beiden Semestern im Frühjahr und im Herbst regelmäßig Vorträge zur Geschichte der Juden in Frankenthal an.

 

Im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit, die von den Gesellschaften für Christlich-jüdische Zusammenarbeit veranstaltet wird und vom 8. bis 10. März 2019 bundesweit stattfindet - das Jahresthema lautet: „Mensch, wo bist Du? Gemeinsam gegen Judenfeindschaft“ – finden drei Vorträge statt.

 

Die jüdische Familie Schweitzer von 1877 bis 2019 

Das Foto aus dem Jahr 1900 zeigt Isaac und Isabella Schweitzer und ihre Kinder (v.l.n.r.): Fred (Siegfried, 13 Jahre), Karl (21), Maximillian (6) Isabella and Isaac (44 and 55), Selma (19), Anna (16), Hortense (20), Lucia (3), Hugo (18), Heinrich (8).

 

Dienstag 12. März 2019

 

19 Uhr

VHS-Bildungszentrum

Schlossergasse 10

 

Die jüdische Familie Schweitzer von 1877 bis 2019

 

Referent: Werner Schäfer

Eintritt frei

 

Im Januar 1877 übernahmen die jüdischen Kaufleute Isaac Schweitzer und Hermann Wertheimer ein Geschäft für Stoffe und Kurzwaren am Frankenthaler Marktplatz. Im Januar 1881 kauften sie ein Geschäfts- und Wohnhaus an der Ecke Bahnhofstraße/ Marktplatz. Das Kaufhaus Schweitzer und Wertheimer entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Handelsunternehmen in Frankenthal. Isaac Schweitzer und Isabella Schweitzer hatten elf Kinder, die alle in Frankenthal geboren wurden.

Der Referent steht seit Jahren mit einem Nachkommen der Familie in ständiger Verbindung. Aufgrund der vielen Briefe, Dokumente und Fotos, die er erhalten hat, kann er die Geschichte der zahlreichen Mitglieder von 1877 bis heute anschaulich und differenziert darstellen.

 

Schulen ohne Rassismus 

Für Demokratie und Courage 

Rüdiger Stein (links) ist Pate des Projektes "Schule ohne Rassismus" für die Friedrich-Ebert-Realschule plus. Schulleiter Stephan Hirt übergab ihm am 7. April 2011 die Urkunde.

 

Mittwoch 27. März 2019

19 Uhr

VHS-Bildungszentrum

Schlossergasse 10

 

Schulen ohne Rassismus – für Demokratie und Courage

 

Referent: Rüdiger Stein 

Eintritt frei

 

Der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-jüdische Zusammenarbeit vergibt im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit 2019 die Buber-Rosenzweig-Medaille an das Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC) als Auszeichnung für die 20-jährige Arbeit der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter, die sich für mehr Zivilcourage und ein demokratisches Miteinander in unserer Gesellschaft einsetzen. 

 

Die Projekte des Netzwerks bearbeiten Themen wie Diskriminierung, Rassismus, Flucht, Asyl, und Antisemitismus. Sie wollen Kinder und Jugendlichen zu mehr Zivilcourage und demokratischem Handeln ermutigen.

 

Der Referent ist Mitglied des Netzwerks für die Region um Frankenthal. Außerdem ist er Pate für das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ der Friedrich-Ebert-Realschule plus. Bei diesem Projekt müssen sich mindestens 70 Prozent aller Menschen, die in einer Schule lernen und arbeiten, mit ihrer Unterschrift verpflichten, aktiv gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule einzutreten, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekte und Aktionen zum Thema durchzuführen. Fast alle weiterführenden Schulen in Frankenthal sind inzwischen „Schulen ohne Rassismus“.

 

Rabbiner und Kantoren in Frankenthal

von konservativ bis liberal

Die Familie des Kantors Heinrich Schottland.

 

Dienstag 9. April 2019

(geänderter Termin!!)

19 Uhr

VHS-Bildungszentrum

Schlossergasse 10

 

Rabbiner und Kantoren in Frankenthal - von konservativ bis liberal

 

Referent Herbert Baum

Eintritt frei

 

Rabbiner und Kantoren sind wichtige hauptamtliche Mitglieder einer jüdischen Gemeinde. Sie begleiten und beraten die Menschen in den Gottesdiensten, bei religiösen Festen und im Alltag. Als Rabbiner in Frankenthal dienten Aron Cohen, Dr. Adolf Salvendi und Dr. Ernst Steckelmacher, der im März 1943 im Vernichtungslager Majdanek ermordet wurde. Außerdem gab es die Kantoren Isaak Singer, Lazarus Levi, Emil Straus und Heinrich Schottland, der 1938 mit seiner Frau und den vier Kindern in die USA flüchten konnte.

 

Der Referent geht auch auf die verschiedenen religiöse Strömungen im Judentum ein. Die Jüdische Gemeinde in Frankenthal wird um die Jahrhundertwende (1900) als eine liberale Gemeinde beschrieben.

 

Alle Vorträge werden mit zahlreichen Fotos illustriert.

 

 

3D-Rekonstruktion der Synagoge

Friedemann Seitz zeigt Frankenthaler Synagoge

3D-Rekonstruktion der am 28. August 1885 eingeweihten Frankenthaler Synagoge auf dem damaligen Stadtplan.

 

Friedemann Seitz, Mitarbeiter der Stadtverwaltung Frankenthal, arbeitet seit einigen Jahren mit dem Programm SketchUp an 3D-Rekonstruktionen wichtiger Gebäude. Bisher hat er unter anderem die zerstörte lutherische Kirche in Frankenthal und das Oggersheimer Schloss dargestellt. In Oggersheim arbeitet er beim Heimatkundlichen Arbeitskreis mit.

 

Im VHS-Vortrag am 9. April zeigt er seine Rekonstruktion der Frankenthaler Synagoge. Er versucht, so weit es möglich ist, die Maße und Formen anhand von Grundrissen und Stadtplänen sowie Zeichnungen und Fotos heranzuziehen.

 

Die Fassade der Frankenthaler Synagoge

 

 

 

Nationaler Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2019

Gedenkfeier und Film in Frankenthal

Tausende von Gästen aus der ganzen Welt besuchen täglich das ehemalige Konzentrationslager (KZ) Auschwitz I. Sie gehen durch das Lagertor mit dem Schriftzug "Arbeit macht frei".

 

Der 27. Januar, der Jahrestag der Befreiung der Überlebenden des Vernichtungslagers Ausschwitz-Birkenau durch die Rote Armee im Jahre 1945, erinnert in Deutschland offiziell seit 1996 an die Opfer des Nationalsozialismus.

 

Aus der Proklamation des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzogs vom 3.1.1996:

 

“Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.”

 

(Proklamation des Bundespräsidenten vom 3. Januar 1996; in: BGBl. I, 16.01.1996, S. 17)

 

Rund 40 Gäste waren zur Gedenkfeier in der Synagogengasse gekommen.

 

 

Eine kleine Informationstafel beschreibt die Geschichte des Synagoge, die früher im Bereich der heutigen Synagogengasse stand.

 

Am Sonntag, 27. Januar 2019, 11 Uhr, erinnerte der Förderverein gemeinsam mit der Stadt Frankenthal an der Ecke Synagogengasse/Glockengasse an den früheren Standort der Synagoge. Bisher machte nur ein einfaches Straßenschild auf dieses wichtige Bauwerk der Frankenthaler Geschichte aufmerksam. „Ein Ergänzungsschild informiert künftig über die wichtigsten Daten“, freut sich Herbert Baum. Bürgermeister Bernd Knöppel sprach für die Stadt.

 

 

Der Förderverein zeigt Fotos, unter anderem auch über zwei weitere Straßen, die an den jüdischen Juristen Emil Rosenberg und den jüdischen Augenarzt Ernst Rahlson erinnern.

 

 

 

 

Frankenthaler Jude überlebte NS-Zeit in Berlin 

Film zum Nationalen Gedenktag im Lux-Kino am 28.1.

Der Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal zeigte zum Nationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am Montag, 28. Januar 2018,  10.30 Uhr, im Lux-Kino in der August-Bebel-Straße den Film „Die Unsichtbaren“. 

 

Rund 130 Schülerinnen und Schüler des Karolinen-Gynasiums waren mit ihren Lehrerund Lehrerinnen gekommen.

 

Am 18. Februar 1943 schrieb Joseph Goebbels, Hitlers Propagandaminister, in sein Tagebuch: „Ich habe mir zum Ziel gesetzt bis Mitte, spätestens Ende März, Berlin gänzlich judenfrei zu machen.“ Dies ist Goebbels bis zu seinem Selbstmord am 1. Mai 1945, eine Woche vor der Kapitulation der Wehrmacht, nicht gelungen.

 

Zwischen 1941 und 1945 haben mehr als 7.000 Jüdinnen und Juden versucht, in der deutschen Hauptstadt im Versteck zu überleben. Nur etwa 1.500 Menschen haben es geschafft, die meisten mit der mutigen Hilfe von Nicht-Juden.

 

„Der Film ist ein außergewöhnliches Drama, dessen Drehbuch zum Teil auf Interviews mit Zeitzeugen basiert“, informiert Herbert Baum vom Förderverein,. „Die chronologische Erzählung bleibt spannend bis zur Befreiung der Überlebenden. Viele Helfer werden jedoch ermordet.“ Zahlreiche Filmszenen zeigen den Alltag der Menschen in Berlin: Die grausamen Täter und die vielen Opfer in der Bevölkerung.

 

 

Reha Abraham wurde am 19. Januar 1943 in Berlin geboren. Die Familie überlebte die NS-Diktatur.

Ein Frankenthaler Jude gehörte zu den Überlebenden in Berlin. Walter Abraham wurde am 5. September 1906 als Sohn von Julius und Elsa Abraham in Frankenthal geboren. Er war ebenso wie sein Vater ein erfolgreicher Möbelhändler. Am 14. Februar 1938 zog er nach Berlin, am 15. Januar 1939 heiratete er dort Ruth Fromm.

 

„Mein Wunsch und mein Bedürfnis, ein Kind zu bekommen, trieben mich an, gaben mir etwas, wofür es sich zu leben lohnte“, erzählt Ruth Abraham in dem Buch „Ruth und Maria. Eine Freundschaft auf Leben und Tod (Berlin 1942–1945)“. Als sie im Frühjahr 1942 schwanger wurde, beschloss das Paar, lieber unterzutauchen als sich deportieren zu lassen. Im Sommer 1942 begannen beide mit der Planung ihres „Verschwindens“. Reha Abraham wurde am 19. Januar 1943 geboren (Foto). Die Familie überlebte die NS-Diktatur.