Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal

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Nationaler Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2019

Gedenkfeier und Film in Frankenthal

Tausende von Gästen aus der ganzen Welt besuchen täglich das ehemalige Konzentrationslager (KZ) Auschwitz I. Sie gehen durch das Lagertor mit dem Schriftzug "Arbeit macht frei".

 

Der 27. Januar, der Jahrestag der Befreiung der Überlebenden des Vernichtungslagers Ausschwitz-Birkenau durch die Rote Armee im Jahre 1945, erinnert in Deutschland offiziell seit 1996 an die Opfer des Nationalsozialismus.

 

Aus der Proklamation des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzogs vom 3.1.1996:

 

“Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.”

 

(Proklamation des Bundespräsidenten vom 3. Januar 1996; in: BGBl. I, 16.01.1996, S. 17)

 

Rund 40 Gäste waren zur Gedenkfeier in der Synagogengasse gekommen.

 

 

Eine kleine Informationstafel beschreibt die Geschichte des Synagoge, die früher im Bereich der heutigen Synagogengasse stand.

 

Am Sonntag, 27. Januar 2019, 11 Uhr, erinnerte der Förderverein gemeinsam mit der Stadt Frankenthal an der Ecke Synagogengasse/Glockengasse an den früheren Standort der Synagoge. Bisher machte nur ein einfaches Straßenschild auf dieses wichtige Bauwerk der Frankenthaler Geschichte aufmerksam. „Ein Ergänzungsschild informiert künftig über die wichtigsten Daten“, freut sich Herbert Baum. Bürgermeister Bernd Knöppel sprach für die Stadt.

 

 

Der Förderverein zeigt Fotos, unter anderem auch über zwei weitere Straßen, die an den jüdischen Juristen Emil Rosenberg und den jüdischen Augenarzt Ernst Rahlson erinnern.

 

 

 

 

Frankenthaler Jude überlebte NS-Zeit in Berlin 

Film zum Nationalen Gedenktag im Lux-Kino am 28.1.

Der Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal zeigte zum Nationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am Montag, 28. Januar 2018,  10.30 Uhr, im Lux-Kino in der August-Bebel-Straße den Film „Die Unsichtbaren“. 

 

Rund 130 Schülerinnen und Schüler des Karolinen-Gynasiums waren mit ihren Lehrerund Lehrerinnen gekommen.

 

Am 18. Februar 1943 schrieb Joseph Goebbels, Hitlers Propagandaminister, in sein Tagebuch: „Ich habe mir zum Ziel gesetzt bis Mitte, spätestens Ende März, Berlin gänzlich judenfrei zu machen.“ Dies ist Goebbels bis zu seinem Selbstmord am 1. Mai 1945, eine Woche vor der Kapitulation der Wehrmacht, nicht gelungen.

 

Zwischen 1941 und 1945 haben mehr als 7.000 Jüdinnen und Juden versucht, in der deutschen Hauptstadt im Versteck zu überleben. Nur etwa 1.500 Menschen haben es geschafft, die meisten mit der mutigen Hilfe von Nicht-Juden.

 

„Der Film ist ein außergewöhnliches Drama, dessen Drehbuch zum Teil auf Interviews mit Zeitzeugen basiert“, informiert Herbert Baum vom Förderverein,. „Die chronologische Erzählung bleibt spannend bis zur Befreiung der Überlebenden. Viele Helfer werden jedoch ermordet.“ Zahlreiche Filmszenen zeigen den Alltag der Menschen in Berlin: Die grausamen Täter und die vielen Opfer in der Bevölkerung.

 

 

Reha Abraham wurde am 19. Januar 1943 in Berlin geboren. Die Familie überlebte die NS-Diktatur.

Ein Frankenthaler Jude gehörte zu den Überlebenden in Berlin. Walter Abraham wurde am 5. September 1906 als Sohn von Julius und Elsa Abraham in Frankenthal geboren. Er war ebenso wie sein Vater ein erfolgreicher Möbelhändler. Am 14. Februar 1938 zog er nach Berlin, am 15. Januar 1939 heiratete er dort Ruth Fromm.

 

„Mein Wunsch und mein Bedürfnis, ein Kind zu bekommen, trieben mich an, gaben mir etwas, wofür es sich zu leben lohnte“, erzählt Ruth Abraham in dem Buch „Ruth und Maria. Eine Freundschaft auf Leben und Tod (Berlin 1942–1945)“. Als sie im Frühjahr 1942 schwanger wurde, beschloss das Paar, lieber unterzutauchen als sich deportieren zu lassen. Im Sommer 1942 begannen beide mit der Planung ihres „Verschwindens“. Reha Abraham wurde am 19. Januar 1943 geboren (Foto). Die Familie überlebte die NS-Diktatur.