Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal

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In Berlin überlebt:

Walter Abraham aus Frankenthal

Vortrag am 25. Januar 2018

Walter, Ruth und Reha Abraham. Reha wurde am 19. Januar 1943 geboren. Das Foto entstand drei Wochen nach der Geburt.

Walter Abraham wurde am 5. September1906 als Sohn von Julius und Elsa Abraham in Frankenthal geboren. Er war ebenso wie sein Vater ein erfolgreicher Möbelhändler. Am 14. Februar 1938 zog er nach Berlin, am 15. Januar 1939 heiratete er dort Ruth Fromm.

 

„Mein Wunsch und mein Bedürfnis, ein Kind zu bekommen, trieben mich an, gaben mir etwas, wofür es sich zu leben lohnte“, erzählt Ruth Abraham in dem Buch „Ruth und Maria. Eine Freundschaft auf Leben und Tod (Berlin 1942–1945)“.

 

Als sie im Frühjahr 1942 schwanger wurde, beschloss das Paar, lieber unterzutauchen als sich deportieren zu lassen. Im Sommer 1942 begannen beide mit der Planung ihres „Verschwindens“. Reha Abraham wurde am 19. Januar 1943 geboren. Die Familie überlebte die NS-Diktatur.

 

Vortrag mit Fotos

Herbert Baum

 

Donnerstag 25. Januar 2018

19 Uhr

Dathenushaus Kanalstraße 6     

Eintritt frei

 

 

Zusammenarbeit mit Schulen

Filmveranstaltung zum 27. Januar 2018

Zum Nationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus zeigt der Förderverein auch in diesem Jahr für alle weiterführenden Schulen einen Film. Am Montag, 29. Januar 2018, zirka 10.30 Uhr, läuft im Lux-Kino in der August-Bebel-Straße der Film DIE UNSICHTBAREN (106 Minuten). Im Rahmen der Filmalternative wird der Film auch um 17.30 und 20 Uhr gezeigt.

 

Am 18. Februar 1943 schrieb Joseph Goebbels, Hitlers Propagandaminister, in sein Tagebuch: „Ich habe mir zum Ziel gesetzt bis Mitte, spätestens Ende März, Berlin gänzlich judenfrei zu machen.“ Dies ist Goebbels bis zu seinem Selbstmord am 1. Mai 1945, eine Woche vor der Kapitulation der Wehrmacht, nicht gelungen.

 

Zwischen 1941 und 1945 haben mehr als 7.000 Jüdinnen und Juden versucht, in der deutschen Hauptstadt im Versteck zu überleben. Nur etwa 1.500 Menschen haben es geschafft, die meisten mit der mutigen Hilfe von Nicht-Juden.

 

Oft ist es pures Glück und jugendliche Unbekümmertheit, die sie vor dem gefürchteten Zugriff der Gestapo bewahrt. Nur wenige Vertraute wissen von ihrer wahren Identität.

 

Da ist Cioma Schönhaus, der heimlich Pässe fälscht und so das Leben dutzender anderer Verfolgter zu retten versucht. Die junge Hanny Lévy blondiert sich die Haare, um als scheinbare Arierin unerkannt über den Ku’damm spazieren zu können. Eugen Friede verteilt nachts im Widerstand Flugblätter. Tagsüber versteckt er sich in der Uniform der Hitlerjugend und im Schoße einer deutschen Familie. Und schließlich ist

da noch Ruth Gumpel, die als Kriegswitwe getarnt, NS-Offizieren Schwarzmarkt-Delikatessen serviert. Sie alle kämpfen für ein Leben in Freiheit, ohne wirklich frei zu sein...

 

DIE UNSICHTBAREN ist ein außergewöhnliches Drama, dessen Drehbuch zum Teil auf Interviews mit Zeitzeugen basiert. Die chronologische Erzählung bleibt spannend bis zur Befreiung der Überlebenden. Viele Helfer werden jedoch ermordet. Zahlreiche Filmszenen zeigen den Alltag der Menschen in Berlin: Die grausamen Täter und die vielen Opfer in der Bevölkerung.

 

Förderverein vor 25 Jahren gegründet

Vorträge, Aktionen und Ausstellung 2018

DIE RHEINPFALZ Frankenthaler Rundschau vom 14. Dezember 1992

 

Der Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal besteht im Jahr 2018 seit 25 Jahren. In dieser Zeit haben Vereinsmitglieder zusammen mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern zahlreiche Informationen über die rund 250jährige Geschichte der Juden in Frankenthal dokumentiert. Tausende Texte und Fotos sind in einer digitalen Datenbank gespeichert und stehen jedem interessierten Bürger zur Verfügung.

 

Am 7. Februar, 14. März und 21. März 2018, jeweils um 19 Uhr im VHS-Bildungszentrum, Schlossergasse 10, informieren Herbert Baum, Werner Schäfer und Rüdiger Stein über die Geschichte der Juden in Frankenthal, über die zwei jüdischen Friedhöfe und über die Aktion Stolpersteine.

 

Der Eintritt ist frei.