Aktuelles vom Förderverein für jüdisches Gedenken

Europäischer Tag der jüdischen Kultur

am Sonntag  4. September 2016

Ab 15 Uhr führt Werner Schäfer über die beiden jüdischen Friedhöfe in Frankenthal.

Der Europäische Tag der Jüdischen Kultur besteht seit 1999. Er findet in diesem Jahr am Sonntag,

4. September 2016, statt.

 

Jüdische und nicht-jüdische Organisationen in fast 30 europäischen Ländern erinnern an das europäische Judentum, seine Geschichte, Traditionen und Bräuche. Auf lokaler und regionaler Ebene finden Führungen zu Stätten jüdischer Kultur, Konzerte, Ausstellungen und Vorträge statt.

 

Der Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal erinnert seit 2003 jedes Jahr im September an die Geschichte der Juden in Frankenthal mit drei Führungen:

 

11 Uhr: Führung "Stolpersteine in Frankenthal"

15 Uhr: Führung "Jüdische Friedhöfe in Frankenthal"

17 Uhr: Führung "230 Jahre Juden in Frankenthal“

 

Weitere Informationen:

 

http://juden-in-frankenthal.de/gedenkarbeit-in-frankenthal/europ%C3%A4ischer-tag-der-j%C3%BCdischen-kultur/

 

Ausstellung "NS-Psychiatrie in der Pfalz"

Vom 9. - 25. September 2016 im Erkenbert-Museum

Eröffnung am Donnerstag 8. September 2016   19 Uhr

Patient Heinrich K. – Opfer der NS-Psychiatrie (Foto: Pfalzklinikum)

Nationalsozialistische Psychiatrie in der Pfalz, das bedeutet: Zwangssterilisationen von Patientinnen und Patienten psychiatrischer Kliniken und von Bewohnerinnen und Bewohnern pfälzischer Dörfer und Städte ab 1934; staatlich organisierter, heimlich durchgeführter Krankenmord von 1940 bis 1941; Deportation und Ermordung von "unerwünschten" Patientengruppen; Sterben in der Anstalt Klingenmünster aufgrund von bewusster Mangelversorgung in den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges.

 

Sechzehn Ausstellungstafeln beleuchten diese Vorgänge, am Beispiel der pfälzischen Psychiatrie mit dem Schwerpunkt auf der damaligen "Heil- und Pflegeanstalt" Klingenmünster. Texte, historische Dokumente und Bilder erläutern und veranschaulichen die menschenverachtenden Konsequenzen, die die Unterscheidung zwischen vermeintlich "wertvollen" und "minderwertigen" Menschen in der NS-Psychiatrie hatte. Auch der Umgang mit der Vergangenheit nach 1945 ist Thema der Ausstellung.

 

Damit ist die Wanderausstellung "NS-Psychiatrie in der Pfalz" eine Einladung an alle Interessierten, sich mit diesem Kapitel der pfälzischen Psychiatriegeschichte auseinanderzusetzen.

 

In der unteren Bildhälfte von links nach rechts: Die Kreis- Heil- und Pflegeanstalt Frankenthal mit dem großen Gartengelände, der Parsevalplatz und der Hafen. Die Alleebäume stehen im Zöllerring.

 

Seit 1811 wurde das Armenhaus in Frankenthal als "erste öffentliche Anstalt zur Verwahrung" der psychisch kranken Menschen in der Pfalz genutzt. 1932 war die "Kreis-Kranken- und Pflegeanstalt" mit 642 Patienten, darunter zirka 130 Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 21 Jahren, voll belegt. Zur Umsetzung des "Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" vom 14. Juli 1933 gab es in Frankenthal an Ende März 1934 das Erbgesundheitsgericht Frankenthal. Bis Ende 1935 wurden 2043 Anträge auf Unfruchtbarmachung gestellt, 1728 Anträge wurden anerkannt.

 

Veronika Fraenkel wurde am 22. Oktober 1940 aus der Heil- und Pflegeanstalt Frankenthal in das Internierungslager Gurs in Südwest-Frankreich deportiert. Sie starb dort am 14. Januar 1943.

Der Förderverein für jüdisches Gedenken ergänzt die Ausstellung des Pfalzklinikums mit Informationen zur Situation der jüdischen Patienten.

 

Auf Anregung der Anstaltsdirektion in Klingenmünster verfügte die Gesundheitsabteilung des bayerischen Innenministeriums im Dezember 1938, die Zahl aller jüdischen Patienten in den Kreis-Heil- und Pflegeanstalten zu melden. Aus Frankenthal wurden sechs Frauen und fünf Männer, darunter Clementine Adler aus Neuleinigen, Heinrich Fraenkel aus Roxheim, Emma Löb aus Friedelsheim und Karoline Schulz aus Frankenthal gemeldet.

 

Am 22. Oktober 1940 wurden aus der Anstalt sechs jüdische Frauen und vier jüdische Männer in das Internierungslager Gurs in Südwest-Frankreich deportiert. Clementine Adler starb dort bereits am 25. Oktober 1940, Veronika Fraenkel aus Roxheim am 14. Januar 1943.

 

Vortrag zur NS-Psychiatrie am 15. September 2016

Das Hauptgebäude des Pfalzinstituts für Hören und Kommunikation (PIH) ist das einzige Gebäude der Frankenthaler Anstalt, das nach dem Zweiten Weltkrieg erhalten blieb. Ein Gedenkstein erinnert an die Opfer des NS-Systems.

Dr. Michael Brünger, Chefarzt im Pfalzinstitut - Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie und Leiter des Ausschusses für Gedenkarbeit am Pfalzklinikum, hält am

 

Donnerstag, 15. September 2016

19 Uhr

im Erkenbert-Museum (Rathausplatz)

 

einen Vortrag zum Thema "NS-Psychiatrie in der Pfalz".

 

Der Eintritt ist frei.

 

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. Er kann im Erkenbert-Museum gekauft werden.

 

Weitere Informationen:

 

www.ns-psychiatrie-pfalz.de/ausstellung

 

 

 

 

 

Öffnungszeiten des Erkenbert-Museums:

 

Dienstag  10 bis 18 Uhr 
Mittwoch bis Sonntag 14 bis 18 Uhr
Montag geschlossen

 

Telefon (062 33) 89-535 (Kasse)

 

 

Wir schaffen was - wir schaffen das

Freiwilligentag am Samstag  17. September 2016   11 Uhr

Frankenthaler Bürger reinigen Stolperseine

Der Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal beteiligt sich am Freiwilligen- tag 2016 der Metropolregion Rhein-Neckar am Samstag, 17. September 2016. Von 11 bis 16 Uhr sollen die 78 in Frankenthal verlegten Stolpersteine gereinigt werden. Treffpunkt ist um 11 Uhr vor dem Dathenushaus Ecke Kanalstraße/ Carl-Theodor-Straße. Wer mitmachen will, soll sich vorher anmelden:

 

Förderverein

Herbert Baum

Neugasse 36

67227 Frankenthal

E-Mail: herbaum@t-online.de

 

Stolpersteine nach der Verlegung

Zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus hat der Kölner Künstler Gunter Demnig (www.stolpersteine.com) im Jahr 2000 die Aktion "Stolpersteine" ins Leben gerufen. Vor Häusern, in denen Opfer der NS-Verfolgung gelebt haben, setzt Demnig kleine Betonquader in den Gehweg. Der Begriff "Stolperstein" ist im übertragenen Sinne gemeint: Menschen sollen auf etwas "gestoßen", aufmerksam gemacht werden. Ein kurzer Text, der in der Regel mit den Worten "Hier wohnte ..." beginnt, ist in eine ebenerdig aufgebrachte, zehn mal zehn Zentimeter kleine Messingplatte eingeschlagen.

 

Nach einiger Zeit verdunkeln sich die Stolpersteine. Die Schrift ist dann nur noch schwer lesbar.

Der Förderverein hat seit 2005 78 Stolpersteine verlegen lassen. Die Spenden, rund 8000 Euro, kamen alle von engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Organisationen. Viele setzen sich mit dem Leben der Menschen auseinander. Mehrere Nachfahren nahmen an der Verlegung teil. Im Internet sind im Kapitel "Stolpersteine" alle Aktivitäten dokumentiert.

Da die Metalloberfläche der Steine nach einiger Zeit nachdunkelt, muss diese regelmäßig gereinigt werden, um lesbar zu bleiben. Der Förderverein organisiert das Reinigungsmaterial. Die Teilnehmer sollen passende Plastikhandschuhe mitbringen.

 

Auf Wunsch informieren Mitglieder des Fördervereins an den jeweiligen Verlegeorten über das Leben der jüdischen Männer, Frauen und Kinder.

 

Kostenlose Führungen

Die Bahnhofstraße und Blick auf den Marktplatz um 1930

Der Förderverein für jüdisches Gedenken organisiert auf Anfrage kostenlose Führungen zu verschiedenen Themen: Geschichte der Juden in Frankenthal, Jüdische Geschäfte in der Innenstadt, Stolpersteine, Jüdische Friedhöfe, NS-Zeit in Frankenthal, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter.

 

Setzen Sie sich mit dem Förderverein in Verbindung.

 

Neues Buch über Frankenthaler Juden

"Gegen das Vergessen!"

Stolpersteine geben den Menschen ihre Geschichte

Der Förderverein verlegte gemeinsam mit dem Kölner Künstler Gunter Demnig bisher 61 Stolpersteine für jüdische Männer, Frauen und Kinder. Das Buch "Gegen das Vergessen!" erzählt auf 236 Seiten die Geschichten zu den Stolpersteinen. Es wurde bei der Gedenkveranstaltung zur "Reichskristallnacht" am 9. November 2015 vorgestellt.

 

Das Buch kann zurzeit nur beim Förderverein und im Erkenbert-Museum gekauft werden. Es kostet 12 Euro (Einführungspreis).

 

Schicken sie eine Nachricht per Post oder E-Mail (Adresse siehe links).

 

Das Buch kann auch als digitale Version verschickt werden.

 

17 weitere Stolpersteine

Verlegung am Mittwoch 16. März 2016

Speyerer  Straße und Vierlingstraße

Drei Schüler der Friedrich-Ebert-Realschule plus nahmen mit ihrem Lernpaten Burkhard Abel (Mitte) und Rektor Stephan Hirt (links) an der Verlegung der vier Steine für die Familie Meisel in der Speyerer Straße 48 teil.

 

Die 5. Stolpersteinverlegung des Fördervereins fand am 16. März 2016 statt. Gunter Demnig verlegte in der Speyerer Straße 48 vier Steine für die Familie Meisel.

 

In der Vierlingstraße 13 wurden vier Steine für die Familien Brunner, Rosenberg und für Ria Gümpel verlegt. Margot Hirschler wohnte in der Vierlingstraße15. Sie überlebte die Verfolgung durch ihre Flucht in die Schweiz. An die Familien Leva und Bodenheimer erinnern vor dem Haus Vierlingstraße 17 künftig acht Stolpersteine.

 

Bürgermeister Andreas Schwarz erinnerte in seiner Rede an die vielen Aktivitäten, mit denen man in Frankenthal an die Gräueltaten im Nationalsozialismus erinnert.

 

Die Herstellung und Verlegung eines Steines kostet 120 Euro. Der Förderverein für jüdisches Gedenken freut sich über jede Spende:

 

Sparkasse Rhein-Haardt – IBAN: DE27 5465 1240 0240 0247 78

Da die Metalloberfläche der Stolpersteine mit der Zeit dunkeln wird, muss man sie regelmäßig reinigen.

Wer aufmerksam durch die Frankenthaler Innenstadt geht und auf Stolpersteine achtet, stellt fest, dass das Metall einige Zeit nach der Verlegung dunkel wird. Die Schrift ist dann kaum noch zu lesen. Vor einigen Tagen hat die RHEINPFALZ über eine junge Frau berichtet, die von sich aus vier Stolpersteine in der Bahnhofstraße gereinigt hat. Der Förderverein freut sich über solche Eigeninitiativen. Schulklassen und interessierte Gruppen können die Reinigung mit einer Führung verbinden.

 

Erfolgreiche Zusammenarbeit mit Schulen

Projekte für politische Erziehung

In der Berufsbildenden Schule erzählte der Holocaust-Überlebende Paul Niedermann 2007 über seine Deportation nach Gurs in Südwestfrankreich und seine Rettung aus dem Lager.

 

Der Förderverein für jüdisches Gedenken organisiert seit über 20 Jahren Veranstaltungen zum Gedenken und Erinnern an die Ermordung der europäischen Juden, aber auch an die fast 2000 Jahre lange Geschichte der Juden in Deutschland.

 

"Nicht schon wieder Nationalsozialismus", klagt mancher Schüler. Der Förderverein kooperiert vor allem mit weiterführendenden Schulen. Neben Vorträgen, Filmen und Ausstellungen gibt es größere Projekte: Stolpersteine in Frankenthal, Baucamp auf den jüdischen Friedhöfen, Fahrten in das ehemalige Konzentrationslager Struthof im Elsass, Führungen zum jüdischen Leben in Frankenthal.

 

In den vergangenen Tagen hat der Förderverein verschiedene Aktivitäten mit Schulen durchgeführt. Über 50 Schülerinnen und Schüler der Schiller-Realschule fuhren in das ehemalige Konzentrationslager in Struthof im Elsass. Jugendliche des Instituts für Hören und Kommunikation (PIH) informierten sich über die Aktion Stolpersteine, über die "Reichskristallnacht" am 10. November 1938 und über das ehemalige Kriegsgefangenenlager auf dem Schützenplatz zwischen dem Schießgartenweg und der Straße Am Kanal.

 

Vor allem mit diesen aktuellen Aktivitäten bietet der Förderverein den Schulen ein optimales Angebot für das Kennenlernen der lokalen Geschichte.

 


Schülerinnen und Schüler der Schiller-Realschule besuchten am 5. November das ehemalige Konzentrationslager Stuthof im Elsass. Am Ehrenmal für die französichen Opfer legten sie Blumen nieder.

Kooperationen mit Schulen

Aktion Stolpersteine in Frankenthal

Karolinen-Gymnasium erinnert an Schülerinnen und Lehrerin

Stolpersteine für Doris Thea Samuel, Hannah Schottland und Liselotte Lina Blum.

Als erste Schule in Frankenthal verlegte das Karolinen-Gymnasium am 7. November 2013 Stolpersteine fünf ehemalige jüdische Schülerinnen und eine jüdische Lehrerin der früheren Karolinenschule.

 

44 Stolpersteine erinnern seit 2005 vor deren ehemaligen Häusern und

Wohnungen an das Schicksal jüdischer Menschen.

 

Stolpersteine für Dr. Margit Gutmann, Lotte Eva Adler und Edith Samuel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Menschenkette rund um das Karolinen-Gymnsium soll deutlich machen, dass hier künftig keine Schülerinnen und Lehrerinnen mehr ausgegrenzt werden. Das Gymnasium hat den Titel "Schule ohne Rasismus - Schule mit Courage".
Klassenfoto von 1938 Lehrerin Boshard, mit den jüdischen Schülerinnen Lotte Eva Adler (hintere Reihe 2. von rechts) und Edith Samuel (vordere Reihe 3. von rechts)

Das Karolinen-Gymnasium in der NS-Zeit

 

Bereits im Jahr 2005 stellte das Gymnasium eine Ausstellung über die NS-Zeit zusammen. Sie war in der Stadtbücherei zu sehen.

 

In einer Projekwoche im Schuljahr 2011/2012 wurde diese Ausstellung aktualisiert. Sie widmet sich nun verstärkt der Lebensgeschichte und dem Schicksal von Lotte, Hannah, Edith, Doris und Frau Dr. Gutmann. 

 

Internet www.karolinen-gymnasium-ft.de.

 

1883 wurde ein Neubau in der Karolinenstraße (rechts) mit einer Figurennische für eine Karolinenstatue eingeweiht.

1883 wurde ein Neubau in der Karolinenstraße mit einer Figurennische für die Karolinenstatue eingeweiht. Die ehemalige Schülerin Amalie Foltz hatte den Frankenthaler Künstler Philipp Perron mit der Schaffung dieser Statue beauftragt, beendet und aufgestellt wurde das Kunstwerk jedoch erst 1887.

 

1907 übernahm die Stadt Frankenthal die Verwaltung des Instituts, ab 1911 als "Städtische Höhere Töchterschule", ab 1917 wieder als Karolinen-Schule.

 

Während des zweiten Weltkrieges wurde das Schulgebäude 1943 bei einem Luftangriff zerstört. 1957 konnte der heutige Neubau am Röntgenplatz bezogen werden. Zwischenzeitlich war die Karolineschule ab 1950 als neusprachliches Progymnasium (bis zur mittleren Reife) geführt worden. Ab 1968 wurde es zum Gymnasium (bis zum Abitur) ausgebaut. Seit 1971 besuchen Jungen und Mädchen das Gymnasium.

 

Eine Ausstellung zeigte "Das Karolinen-Gymnasium in der NS-Zeit". Rechts die beiden verantwortlichen Lehrerinnen Anneli Langhans-Glatt und Irina Kalusa.

Menschenkette, Stolpersteine und Ausstellung

Fotos vom Aktionstag des Karolinen-Gymnasiums

Zeitzeugen in Schulen

Rheinland-Pfalz hat als erstes Bundesland 2007 eine Koordinierungsstelle eingerichtet, die Zeitzeugen in Schulen vermittelt. Zeitzeugen gelingt es immer wieder, Interesse für die Zeitgeschichte zu entwickeln.

Rheinland-Pfalz hat als erstes Bundesland 2007 eine Koordinierungsstelle eingerichtet, die Zeitzeugen in Schulen vermittelt. Zeitzeugen gelingt es immer wieder, Interesse für die Zeitgeschichte zu entwickeln. 

 

Auch der Förderverein sucht Zeitzeugen.

 

Karl Heinz Mehler, 1929 in Mannheim geboren, hat viele Veranstaltungen in Schulen besucht. Er wurde in der Hitlerjugend zum bekennenden Nationalsozialisten. Noch in den letzten Kriegstagen kämpfte er in Süddeutschland als 16-Jähriger gegen die französische Armee.

 

Nach der Gefangenschaft arbeitet er als "Zwangsarbeiter" auf einem Bauernhof bei Limoges in Südwestfrankreich und erfuhr aus Zeitungen zum ersten Mal, mit welcher Brutalität das NS-Regime in Konzentrationslagern und Arbeitslagern Menschen systematisch ermordet hatte.

 

Das menschliche und demokratische Verhalten des französische Bauern macht auch ihn zu einem aufrichtigen Menschen, der bis heute in Schulen über seine Zeit in der Hitlerjugend informiert.

 

Weitere Informationen zum Thema "Jugend in der NZ-Zeit" siehe im Kapitel "Frankenthal in der NS-Zeit".